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Das Thema Verkalkung:



Kalk im Sieb des Wasserhahnes oder sogar weiße Bröckchen im Tee?

Der Grund für die weißen Ablagerungen ist hartes, kalkreiches Wasser. Appetitlich sieht es nicht aus, aber ist es auch gesundheitsschädlich?

Warum ist Kalk im Wasser?

1. Wasserhärte

Ob aus der Leitung weiches oder hartes (kalkreiches) Wasser fließt, hängt in erster Linie von der Region ab, in der man lebt. Regenwasser versickert im Boden und wird zu Grundwasser. Dabei lösen sich je nach Art des Gesteins im Untergrund Mineralien im Wasser auf - auch die Härtebildner Calzium (Calzium im Detail) und Magnesium. Je höher die Konzentration der Härtebildner ist, umso härter ist das Wasser (Härtegrad im Detail). Mit wieviel Kalk sich das Wasser in natürlicher Umgebung anreichern kann, wird durch das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht bestimmt. In der Haustechnik bestimmt dieses Gleichgewicht, welche Menge Kalk sich in Ihrer Trinkwasserinstallation akkumulieren kann.

Weiches Wasser (bis 7,3°dH)
  • Weiches Wasser entsteht in kristallinen Regionen mit Granit, Gneis und Basalt-Gesteinen.
  • Regenwasser ist weich
  • Vorteile: günstiger für alle Anwendungen, bei denen das Wasser erhitzt wird (waschen, kochen...)
  • Nachteile: stärkere Schaumbildung bei Waschmitteln;
    Seife ist schlechter auswaschbar z.B. beim Händewaschen

Hartes Wasser (ab 14°dH)
  • Hartes Wasser entsteht in Regionen in denen Sand- und Kalkgesteine vorherrschen.
  • Vorteil bei mittlerem bis schwach hartem Wasser: natürlicher und angenehmer Geschmack
  • Nachteile: führt schneller zu Verkalkung; höherer Waschmittelverbrauch
    verändert je nach Ausmaß der Härte, den Geschmack und das Aussehen empfindlicher Speisen

2. Wassertemperatur / Art der Wassererwärmung

AchtungBeim Erhitzen von Wasser fällt Kalk aus und setzt sich ab, insbesondere an der Wärmequelle, z.B. Heizstäben in Waschmaschinen und Heizkesseln. Erst in zweiter Linie ist die Art der Wassererwärmung dafür verantwortlich, wie stark sich die Kalkausfällung auswirkt. Kalk ist generell im Wasser enthalten. Je nach System der Wassererwärmung fällt Kalk aus bzw. verteilt sich unterschiedlich und ist mehr oder weniger sichtbar. (Systemvergleich)
Je nach Kohlensäureverhältnis im Wasser kann eine Ausfällung bereits ab einer Temperatur von ca. 50°C beginnen. Dieser Ausfall bildet eine harte Schicht, den Kalkstein. An Armaturen und überall sonst bildet der Kalk durch Verdunstung des Wassers ebensolche Schichten.

Fluss

Perlator

 

Ist Kalk im Wasser gesundheitsschädlich?

TrinkwasserEin Trost für alle, die mit hartem Wasser zu kämpfen haben: Hartes Wasser ist nicht ungesund! Im Gegenteil: Calzium und Magnesium sind wichtige Bestandteile der Ernährung. Will man jedoch mit dem Trinkwasser den täglichen Bedarf an diesen Mineralstoffen decken, müsste man dazu ca. 15-20 Liter Wasser trinken.
Man kann durch hartes Wasser nicht "verkalken". Was viele Menschen umgangssprachlich unter "Verkalkung" verstehen, ist etwas ganz anderes: schädliche Ablagerungen in Arterien enstehen mit der Aufnahme bestimmter Fette, niemals mit Calzium.
Schädlicher als der Kalk im Trinkwasser sind Keime oder andere Schadstoffe, die z.B. bei der unsachgemäßen Installation von Enthärtungsanlagen auftreten können.
In größeren Mengen kann Kalk jedoch problematisch für technische Anlagen werden.

Wasser-Enthärtungsanlagen
Mit Wasserenthärtungsanlagen kann man das Wasser aufbereiten bzw. wird der Härtegrad künstlich angepasst. Ob eine Enthärtungsanlage sinnvoll ist, ist jedoch in Fachkreisen umstritten. Zusätzliche Anlagen müssen auf jeden Fall fachgerecht installiert und gewartet werden, damit sie nicht unhygienisch sind. Wenn Kalk in einer Region in störenden Mengen auftritt, muss in jedem Fall der regionale Fachpartner hinzugezogen werden.

Der Härtegrad im Detail:
Die Gesamtmenge von Calcium- und Magnesiumcarbonat im Wasser bestimmt die chemische Härte, den Härtegrad (angegeben in z.B. deutschen Härtegraden [dH] oder französischen Härtegraden [fH]: 1 °fH = 0.56 °dH). Je höher die Menge ist, desto härter ist das Wasser. Gemeinsam bilden sie normalerweise mit Abstand den größten Anteil der gelösten Stoffe. Darüber hinaus liegt der Kalk auch noch in ungelöster Form vor, sozusagen in kleinen Bröckchen.

Calzium im Detail:
Kalk ist der Oberbegriff für drei verschiedene Arten des Calciums (Ca).
Man unterteilt in:
1. Calciumcarbonat (CaCO3 - ist fast wasserunlöslich, geht jedoch mit Säuren in Verbindung und reagiert mit Regen (kohlendioxidhaltigem Wasser) zu dem wesentlich besser wasserlöslichen Calciumbicarbonat).
2. Calciumoxid (gebrannter Kalk – CaO)
3. Calciumhydroxid (gelöschtem Kalk - Ca(OH)2)

 

 

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